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Breitband-Anteil in der EU wächst um 10,7%  

 

23.11.2009

Laut einem am 18.11.2009 veröffentlichtem Bericht der EU-Komission konnte der EU-Breitbandmarkt trotz Wirtschaftskrise zulegen.


Mit 11,5 Millionen neuen kabelgebundenen Breitbandanschlüssen wuchs deren Anzahl um 10,7 % auf 120 Millionen. Zum Juli 2009 verfügten damit 24 % der EU-Bevölkerung über einen festen Breitbandanschluss (Juli 2008: 21,6%). Deutschland liegt bei der Breitbandversorgung mit 27,5 % über dem Durchschnitt, aber deutlich hinter den europäischen Spitzenreitern Dänemark (37,2% ) und Niederlande (36,2%), die weiterhin zur Weltspitze gehören.

Mobile Breitbandverbindungen konnten mit einem Wachstum von 54 % gegenüber dem Vorjahr sehr stark zulegen, bewegen sich aber insgesamt mit einem Verbreitungsgrad von 4,2 % noch auf niedrigem Niveau. Die mit 94 Millionen Anschlüssen am weitesten verbreitete Technologie ist DSL. Der Anteil von Glasfaseranschlüssen für Endkunden (FTTC) konnte zwar um 40 % zulegen, macht aber nur 1,75 % der Anschlüsse aus.

Ebenfalls als positiv bewertet wird die Tatsache, dass die Breitbandübertragung schneller wird. 80 % aller Anschlüsse haben Download-Geschwindigkeiten von 2 MBit/s oder mehr.

Die für Telekommunikationsfragen zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding begrüßt den intensiveren Wettbewerb: "Der verstärkte Wettbewerb führt zu besseren Dienstleistungen, und die Verbraucher betrachten den Breitband-Internetanschluss heute als wichtigen Teil ihres Lebensalltags." Zwar hat sich der durchschnittliche Marktanteil etablierter TK-Anbieter in der EU bei 45 % stabilisiert. Deren marktbeherrschende Stellung gehe jedoch zugunsten eines Infrastrukturwettbewerbs, insbesondere durch den entbündelten Zugang zu Teilnehmeranschlüssen, zurück.

Weiter Informationen:

Infosat: "Europäischer Breitbandmarkt wächst um 10,7 Prozent - 120 Millionen feste Breitbandanschlüsse"
fmm-magazin.de: "Internet-Breitbandverbindungen in Europa weiter auf dem Vormarsch"
dsltarife.net: "Breitband-Internet: Weiterhin EU-weites Wachstum"

NH