Breitbandausbau in Österreich neu geregelt
09.09.2010
Die österreichische Telekom-Control-Kommission (kurz "TKK"), ein Gremium der Kommunikationsbehörde Austria, hat diese Woche mit einer Leitentscheidung die Rahmenbedingungen für den Breitbandausbau in Österreich neu geschaffen. Die neuen Regelungen gelten als wichtiger Impuls für den Ausbau von Glasfasernetzen.
Konkret beinhaltet die Entscheidung, dass die A1 Telekom, die als größter Telekommunikationsanbieter Österreichs aus der Post- und Telegraphenverwaltung hervorging, gewissen Zugangs- und Transparenzverpflichtungen unterliegt. Wichtige Planungsdaten des Kupfer-Anschlussnetzes, bspw. Leitungslängen und die Lage von Schaltstellen, sind Mitbewerbern offenzulegen. Für wie in Deutschland üblichen Zugang zur "letzten Meile" hat die A1 Telekom Standardvertragsangebote bereitzustellen. Zudem soll das Unternehmen der Konkurrenz auch den Zugang zu Leerrohren oder freien Glasfaserkapazitäten gewähren.
Die Leitentscheidung der TKK bringt vor allem eine Investitionssicherheit für Geldgeber und Betreiber. Für Unternehmen ist damit ein Anreiz für den Glasfaserausbau geschaffen. Mit der geforderten Entbündelung der Anschlussleitungen ins Haus sind zudem die Weichen für den Einsatz von VDSL2 als Übertragungsstandard gestellt.
Weitere Informationen:
Pressemitteilung der Telekom-Control-Kommission

