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Breitbandkonferenz 2010  

 

01.03.2010

Am 27.02.2010 fand die erste Breitbandkonferenz von geteilt.de in Dittrichshütte statt. Der Ort hatte schon fast symbolischen Charakter: kaum einer der etwa hundert Anwesenden hatte Handy-Signal, erst recht kein UMTS - ein treffendes Beispiel für den Grund der Initiative gegen digitale Spaltung im Informationszeitalter.

Der Vormittag der samstäglichen Konferenz galt der Podiumsdiskussion. Nach der Eröffnung durch Bernd Rudolph (geteilt.de) stellten sich Politiker und ein Vertreter des BMWi den Fragen der Moderatoren und des Publikums. Eindrucksvoll waren dabei die vielfältigen Wortmeldungen und zum Teil sehr persönlichen Erfahrungsschilderungen aus dem Publikum. Zentrales Thema war immer wieder die Aussage des Bundesministeriums, breitbandiges Internet sei zu 99 % in Deutschland verfügbar. Eine solche Abdeckung, v. a. in ausreichender Qualität sei leider noch lange nicht erreicht, das bestätigte auch ein Großteil der anwesenden Lokalpolitiker. Noch immer müssen Millionen Menschen ohne einen schnellen Informationsaustausch auskommen.

Der Nachmittag der Konferenz war Vorträgen zum Erfahrungsaustausch einiger Breitbandinitiativen gewidmet. Neben zwei Dresdnern (DSL für Dresden, FBN e. V.) und einem Vortragenden aus Oberodenthal sprach auch Andreas Kaßbohm vom Breitbandkompetenzzentrum Thüringen, der u. a. für dieses Jahr ein neues Portal der Initiative ankündigte. Kaßbohm stellte nochmals heraus, dass Bürgermeister oft schon zeitlich mit dem Problem "schnelles Internet" überfordert seien. Er betonte die Wichtigkeit der landesweiten und auch Bundeslandgrenzen übergreifenden Koordination.

Vertreter verschiedener Unternehmen stellten ihre Konzepte und Technologien vor. Dabei kamen u. a. Anbieter von Funklösungen zu Wort sowie ein Unternehmen, das die Kabelverlegung in bestehenden Abwasserleitungen vornimmt. In den Vorträgen wurde zudem eine konsequentere Zusammenarbeit der Telekommunikationsunternehmen gefordert sowie die bessere Zugänglichkeit von Informationen, um Planungssicherheit zu erhalten. Eine Lösung kann dabei ein zentraler Baustellen- und Infrastrukturatlas darstellen.

Ein Vertreter der Deutschen Telekom nahm als letzter Redner auch Bezug auf GPON in Dresden Striesen. Die Lösung sei als Pilotprojekt zu sehen und werde in absehbarer Zukunft nicht auf andere Städte übertragen.

Eine Resolution mit den Forderungen der Initiative wird in Folge der Konferenz an das Kanzleramt verschickt werden. Die Nachbearbeitung und der weitere Informationsaustausch zur Konferenz wird im Forum von geteilt.de stattfinden. Einige der Vorträge werden als PDF-Download zur Verfügung gestellt, ein Video-Mittschnitt der gesamten Konferenz wird in Kürze online sein.

NH