Bundesverband Glasfaseranschluss fordert ehrgeizige Breitband-Ziele
31.01.2010
Der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) ermutigt die Bundesregierung dazu, bei ihrer Breitbandinitiative deutlich ehrgeizigere Ziele ins Auge zu fassen. Anschlüsse mit den dort geforderten 50 MBit/s entsprechen zwar noch dem gegenwärtigen Bedarf, seine aber den Anforderungen der Zukunft nicht gewachsen. Dies zeige auch die Delphi-Studie vom November 2009. Daher sollen hochleistungsfähige Glasfaseranschlüssen mit garantierten Bandbreiten von mindestens 100 MBit/s geschaffen werden.
Der BUGLAS vertritt die Interessen von 19 Mitgliedsunternehmen, die bis 2014 die Anbindung von über 1,5 Mio. Haushalten per Glasfaser planen. Sie erhoffen sich insbesondere eine Unterstützung von Investoren durch rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen. Beispielsweise soll die Bundesnetzagentur bei Entgeltentscheidungen die Infrastrukturkosten und Investitionsrisiken angemessen berücksichtigen, um Investitionsanreize für den Bau von Glasfasernetzen zu setzen.
Auch Unternehmenskooperationen beim Glasfaserausbau sollen gefördert werden. Als besonders wichtig wurde die rechtliche Absicherung bei der Glasfaserverlegung bis zum Kunden eingeschätzt. Derzeit würden sich Wohnungsgesellschaften häufig aus Eigennutz verweigern. "Hier muss der Gesetzgeber dringend Abhilfe leisten", so BUGLAS-Präsident Dr. Hans Konle.

