Digitale Gesellschaft: Studie der sechs Nutzertypen
19.03.2010
Das Internet ist in der heutigen Zeit zur Kommunikation und Wissensbeschaffung nicht mehr wegzudenken. Die Initiative D21 und TNS Infratest dokumentieren bereits seit 2001 im (N)ONLINER Atlas die Internetnutzung aus demographischer Sicht. Die meisten Deutschen sind online. Die aktuelle Studie "Digitale Gesellschaft in Deutschland–Sechs Nutzertypen im Vergleich" zeigt, dass die große Mehrheit der Bundesbürger jedoch nicht an den Möglichkeiten der digitalen Technik teil hat. Die digitale Spaltung sei noch nicht vollständig überwunden.
Im letzten Jahr nutzten etwa 70 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren das Internet. Gut zwei Drittel dieser Nutzer haben dabei einen Breitbandinternetzugang. Stark unterschiedlich ist dabei aber die konkrete Nutzung. Die repräsentative Studie unterscheidet dabei sechs Typen:
- Digitale Außenseiter (35 %)
- Gelegenheitsnutzer (30 %)
- Berufsnutzer (9 %)
- Trendnutzer (11 %)
- Digitale Profis (12 %)
- Digitale Avantgarde (3 %)
Separierend scheint allerdings nicht die Hardware-Ausstattung, sondern vielmehr die Medienkompetenz und die mentale Einstellung zu digitalen Medien.
Zur Erhebung der Daten wurden im Dezember 2009 etwas über 1.000 Bundesbürger in Telefon-Interviews befragt. Untersucht wurden die beiden Bereiche "Digitales Potenzial" (Infrastruktur, Kompetenz, Wissen) und "Einstellung und Nutzung" (Nutzungsintensität, Nutzungsvielfalt, Einstellungen). Die Ergebnisse der Studie werden auf der Website der Initiative D21 in einem PDF-Dokument anschaulich dargestellt.

