FTTB in Baden-Württemberg: Glasfaser bis zum Kunden
20.05.2010
Der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber und Anbieter für TV und Internetzugang Kabel BW setzt auf Glasfaseranbindung direkt bis ans Gebäude der Kunden. Das Prinzip "Fibre to the Building" (kurz FTTB) ist zukunftsträchtig und ermöglicht wesentlich größere Bandbreiten als die klassischen DSL-Anschlüsse. Die Kabel BW reagiert damit auch auf den ständig wachsenden Bandbreitenbedarf ihrer Kunden.
Ein Großteil des Netzes ist gemischt aus Glasfaser-Kabel und Koax-Kabel. Dieses so genannte HFC-Netzwerk (Hybrid Fiber Coax) sieht eine Glasfaseranbindung der Gebäude vor. Zu den Wohnungen und bis zum TV-Gerät oder Kabelmodem führt aber weiterhin ein Koaxialkabel, das mit einem digitalen Rückkanal ausgestattet ist.
Das bisherige Investitionsvolumen für den Netzausbau beziffert Kabel BW nach eigenen Angaben auf eine halbe Milliarde Euro. Im gesamten Netz sind mit Abschluss der Arbeiten Bandbreiten von 100 MBit/s verfügbar. In Freiburg und Ottenbach sind bereits erfolgreich Gebäude mit Glasfaserzugang ausgestattet. In einem Pilotprojekt sind auf diese Weise 500 Haushalte angeschlossen. Bis 2011 soll die direkte Glasfaseranbindung der Haushalte zur Regelbauweise für neue Ausbaumaßnahmen werden.

