Die USA planen das Turbo-Internet
17.03.2010
Während in Deutschland und Europa noch um Mbit/s gestritten wird, dreht der US Regulierer FCC im Rahmen des National Broadban Plan an der Temposchraube. Wie Die Welt und heise.de berichten, sind die Ausbaupläne ebenso ambitioniert wie notwendig.
Gegenwärtig haben ca. 100 Millionen US-Amerikaner überhaupt keinen Breitbandzugang. Schnelle Internetverbindungen in Haushalten bieten etwa 3-4 Mbit/s. Laut FCC besteht daher dringender Handlungsbedarf, da Breitbandverbindungen eine grundlegende Infrastruktur wie Telefon oder Elektroanschluss seien.
Daher soll auch nicht gekleckert, sondern geklotzt werden. Bis 2020 sollen in allen US Kommunen sogenannte "Leitinstitutionen", wie Schulen oder Militäreinrichtungen, mit 1 Gbit/s versorgt werden. Darüber hinaus erhalten 100 Millionen Haushalte einen 100 Mbit/s-Anschluss. Für unversorgte Gebiete ist der Einsatz von Funktechniken in Frequenzbereichen aus der Digitalen Dividende geplant. Dabei werden die bei der Frequenzversteigerung erzielten Einnahmen wiederum dem Breitbandausbau zu Gute kommen.

