IP-Adressen werden knapp
27.01.2010
Laut der Koordinierungsstelle der Internet Registries (NRO) sind gegenwärtig nur noch ein Zehntel der Internetadressen nach IPv4 frei. Diese so genannten IP-Adressen dienen dazu, einen PC oder Server im Internet eindeutig zu identifizieren. Die Website breitbandkompass.de hat beispielsweise die IP 85.12.128.236.
Das gegenwärtig verwendetet Adresssystem IPv4 stammt aus einer Zeit, als das rasante Wachstum des Internets noch nicht abzusehen war. Mit den 32 Bit langen Adressen können theoretisch etwa 4.3 Mrd. Geräte angesprochen werden. Durch reservierte Adressbereiche, z. B. für lokales Heimnetzwerk, und die blockweise Vergabe sind jedoch praktisch deutlich weniger Adressen vorhanden. Da die Anzahl der Adressen nicht mit der schnell wachsenden Verbreitung internetfähiger Geräte mithält wird der Adressvorrat voraussichtlich 2012 aufgebraucht sein.
Die Lösung dieses Problems existiert bereits und nenn sich IPv6. Diese neue Adressprotokoll verwendet 128 Bit lange Adressen und bietet neben dem größeren Adressbereich eine Reihe von Funktionserweiterung. Beispielsweise sind Mehrfachadressierung (Multicast) und sichere Adressierung durch IPsec möglich.
Zur Nutzung von IPv6 ist es notwendig, das alle Nutzer des Internets nach und nach darauf umsteigen. Hier liegt die Verantwortung v. a. bei den Providern und der Politik. Das Bundesministerium des Inneren (BMI) arbeitet bereits an der Umstellung innerhalb der öffentlichen Verwaltung.
Weitere Informationen:
Der Standard: IPv4-Adressen zu über 90 Prozent verbraucht
computerworld.ch: IPv4 - Langsam wirds eng
chip.de: IPv4 - Internet-Adressen werden langsam knapp
Wikipedia: IPv4
Wikipedia: IPv6

