(N)ONLINER Atlas Deutschland: 72 Prozent sind online
13.07.2010
Die Initiative D21 veröffentliche bereits am Donnerstag den aktuellen (N)ONLINER Atlas 2010. Die Überwindung der 70-Prozent-Hürde und das stetige Wachstum an Onlinern seien besonders positiv hervorzuheben.
Die Internetnutzung in Deutschland ist im letzten Jahr um 2,9 Prozent auf 72 Prozent gestiegen. Damit sind in 2009 rund zwei Millionen Menschen in Deutschland hinzugekommen. Kritisch sei dennoch, dass weiterhin 19 Millionen Bundesbürger über 14 Jahren nicht online sind. Die Steigerungen seien noch sehr gering. In 2010 planen nur noch 3,8 Prozent der Nichtnutzer, online zu gehen; 2009 waren es immerhin 4,3 Prozent.
Vorreiter im Bundeslandvergleich ist Bremen. Die Onliner machen hier 80,2 Prozent aus. In der Bestenliste folgen Baden-Württemberg mit 76 Prozent, Berlin mit 75,2 Prozent und Hamburg mit 75 Prozent. Tendenziell vergrößert sich der Unterschied zwischen Ost und West. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen weisen mit 0,8, bzw. 0,7 Prozent den geringsten Zuwachs auf. Auch das Stadt-Land-Gefälle nimmt zu: in Ballungsräumen sind 74,8 Prozent online, auf dem Land durchschnittlich nur 65,8 Prozent.
Die Studie "(N)ONLINER Atlas 2010" wird seit zehn Jahren im Auftrag der Initiative D21 durch die TNS durchgeführt. Bei der repräsentativen Umfrage werden über 30.000 Bundesbürger interviewt.

