Neue Frequenzvergabe kann beginnen
14.10.2009
In Deutschland steht der seit langem größten Vergabe von Funk-Frequenzen für die Mobilkommunikation nichts mehr im Weg, nachdem Beirat der Bundesnetzagentur den Vergaberegeln zugestimmt hat. Es handelt sich dabei um freie Frequenzen aus der UMTS-Versteigerung von 2000 sowie von Frequenzen die im Rahmen der Digitalen Dividende durch die Umstellung der terrestrischen Fernsehübertragung von analog auf das digitale Format DVB-T frei geworden sind.
Zwar sind keine Rekorderlöse zu erwarten, die UMTS-Versteigerung spülte dazumal 50 Milliarden Euro in die Staatskasse, jedoch halte Experten einen Erlös von 3-5 Mrd. Euro für möglich.
Kleinere Anbieter sehen die Vergabe kritisch und befürchten Nachteile. T-Mobile und Vodafone dürfen daher nur für zwei der insgesamt sechs Frequenzblöcke bieten. Einigen Anbietern, insbesondere O2 und E-Plus gehen diese Einschränkungen jedoch nicht weit genug. Sie fordern weitergehende Beschränkungen zur Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen und werden darin von der EU unterstützt.
Weitere Quellen:
FAZ "EU zweifelt an Frequenzvergabe"
heise.de "Beirat der Regulierungsbehörde gibt grünes Licht für Frequenzvergabe"
Süddeutsche "Frequenzen unterm Hammer"
dsltarife.net "Funk-DSL - Bundesnetzagentur hat grünes Licht für Versteigerung"
dsl-magazin.de "Grünes Licht für den Start neuer Funk-DSL-Frequenzen

