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Neues Unterseeglasfaserkabel zwischen Europa und Afrika  

 

10.06.2010

Wie die France Telecom nun in einer Pressemitteilung bekannt gab, soll ein insgesamt 17.000 km langes Glasfaserkabel entlang der afrikanischen Küste gelegt werden. Das Projekt, das das Unternehmen bis 2012 zusammen mit 19 Partnern realisiert, wird ein Investitionsvolumen von fast 700 Millionen Dollar umfassen. 250 Millionen Dollar davon wird die France Telecom selbst beisteuern. Die technische Umsetzung werden Alcatel-Lucent und SubCom (die frühere Tyco Com) übernehmen.




Für das Vorhaben wurde ein Konsortium mit Vertretern der beteiligten Unternehmen eingerichtet. Unter der Bezeichnung "African Coast to Europe", kurz ACE wurde Anfang dieser Woche ein Agreement unterzeichnet.

Das ACE-Kabel wird von der Bretagne in West-Frankreich aus über Lissabon und der Insel Teneriffa entlang der Küste von 18 afrikanischen Ländern verlaufen. Neben diesen Küstenstaaten sollen aber auch Mali und Niger über das Kabel Zugang zum europäischen Telekommunikationsnetz erhalten. Das Glasfaserkabel ist dann als Alternative zum im Januar freigegebenen Interoute-Netzwerk eine weitere Verbindung zwischen Afrika und Europa.

In den angebundenen Staaten wird sich die Infrastruktur mit dem Ausbau wesentlich verbessern. Für Mauretanien, Gambia, Guinea, Sierra Leone, Liberien, Sao Tome / Principe und Äquatorialguinea wird es die erste Anbindung eines Unterseekabels überhaupt sein. Für Senegal, Kamerun und die Elfenbeinküste wird die neue Anbindung zusätzliche Kapazitäten bieten. Für Ostafrika und die Insel Réunion wird das Kabel alternative Datenrouten über Westafrika bereitstellen. Der europäische Teil soll zudem für Telefonie und Datenverbindungen zwischen Frankreich und Portugal genutzt werden.



Weitere Infos:

Unternehmenswebsite Orange, Leitmarke der France Telecom

Meldung aus Januar 2010: Interoute-Unterseekabel von Europa nach Afrika

Interoute Unternehmenswebsite

NH