Telekom pocht auf weniger Regulierung
23.10.2009
Die Telekom versucht weiterhin Druck auf die Regulierungsbehörde aufzubauen, indem sie den weiteren Breitbandausbau von einem Zurückfahren der Regulierung abhängig macht. Insbesondere die fixen Zugangsentgelte für Mitbewerber sind der Telekom ein Dorn im Auge. "Wie können wir Investitionen planen, wenn der Regulierer die Konkurrenten zu sinkenden Preisen auf unser Netz lässt?" fragt der T-Home-Chef Niek Jan van Damme in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus.
Vorstöße dieser Art sind nichts Neues und gehören zum taktischen Standardrepertoire der Telekom, die von der Regulierungsbehörde noch immer als marktbeherrschendes Unternehmen angesehen wird. So scheiterte die Telekom kürzlich mit dem Vorhaben, ihre entbündelten Vorleistungen zu regional unterschiedlichen Konditionen anzubieten. Dies hätte zu höheren Anschlusspreisen in ländlichen Regionen geführt, wohingegen Breitbandanschlüsse im Stadtgebiet im Preis gefallen wären.
Weitere Hintergrundinformationen:
heise.de "Telekom knüpft Breitbandnetz-Ausbau an Bedingungen" (19.10.2009
focus.de "Telekom knüpft Breitbandnetz-Ausbau an Bedingungen" (18.10.2009)
heise.de "DSL-Markt wird nicht regionalisiert" (21.10.2009)
focus.de "Telekom-Chef rügt Regulierung der Breitbandnetze" (19.08.2009)

