Thüringer Netkom nutzt Stromnetzsteuerung für Internetversorgung
03.05.2010
Das in Weimar ansässige Unternehmen Netkom leitet seit 2009 ein Pilotprojekt, bei dem die Glasfaserleitungen zur Steuerung des Stromnetzes in Thüringen zur Breitbandversorgung von Endkunden verfügbar gemacht wird. Im Rahmen des Projekts "Schnelles Internet für Thüringer Landgemeinden" wurde Thangelstedt im Dezember 2009 als erster von 25 Orten erschlossen. Wie teltarif.de berichtet, sollen nun weitere 100 Gemeinden folgen.
Das Glasfasernetz, das für die Versorgung genutzt werden soll, wurde beim Ausbau der Strom- und Erdgasversorgung neben die Leitungen gelegt. Die rund 4.000 km Glasfaserkabel dienen der Kommunikation zwischen den Sensoren und Schaltzentralen entlang der Leitungen. Bisher wurden damit nur Kontroll- und Steuersignale übertragen.
Das Unternehmen Netkom, eine Tochter der E.ON, tritt als reiner Netzbetreiber auf. Der Ausbau vom Kabelstrang zur jeweiligen Verteilerstation sowie das direkte Kundengeschäft wird durch Drittanbieter realisiert. Bisher ist dies das Unternehmen Engel & Co. GmbH aus Gera. Das Produkt [[encoLine|https://www.encoline.de/]] bietet Internetflatrates mit verchiedenen Geschwindigkeiten sowie unterschiedliche Telefonflatrates und läuft mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten.

