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UN misst die Informationsgesellschaft 2010  

 

07.09.2010

Über sechs Jahre hat die "International Telecommunications Union" der UN die durchschnittlichen Kosten für einen Internetzugang in verschiedenen Ländern der Erde erfasst. Die Preise sinken weltweit, eine Breitbandverbindung ist für die meisten Bewohner von Entwicklungsländern aber weiterhin unerschwinglich.

Ausschlaggend sind dabei nicht die absoluten Zahlen, sondern das Verhältnis zum durchschnittlichen monatlichen Einkommen. Macao, Hong Kong, Singapore, Kuwait und Luxemburg sind Vorreiter: in diesen Ländern kostet ein breitbandiger Internetzugang nicht mehr als 0,6 Prozent des durschnittlichen Monatseinkommens.

In Entwicklungsländern machen die Kosten durchschnittlich 50 Prozent aus. Erschreckende Spitzenreiter sind die Zentralafrikanische Republik, Äthiopien, Malawi und Guinea. Dort liegt die Zahl über 1.000 Prozent. Die UN setzt sich für den globalen Informationszugang als Menschenrecht ein. Das Engagement gilt dabei auch der Zensur von Internetseiten.

Weitere Informationen: Measuring the Information Society 2010 (englische Website)

NH