UNO: Breitbandinternet auf dem Weg zum weltweiten Grundrecht?
27.09.2010
Die UNO fordert eine Versorgung mit Breitbandinternet für 50 % der Weltbevölkerung bis 2015. Dies fordert Generalsekretär Hamadoun Touré im Namen der Internationalen Fernmeldeunion.
Die Forderung ist sehr ehrgeizig, denn selbst einige Industrienationen haben noch keine solche Abdeckung. Geläufig sind hier derzeit etwa 30 %. Schwellenländer liegen bei 10 %, Entwicklungsländer unter 1 %.
"Einfach gesagt, ist das Internet das mächtigste Werkzeug der Aufklärung aller Zeiten", schreibt Hamadoun Touré auf theeuropean.de. Das Internet sei für den Menschen so bedeutungsvoll geworden wie der Straßen- und Schienenbau, die Elektrizität und die Wasserversorgung.
Die Internationale Fernmeldeunion ("International Telecommunication Union", kurz "ITU") sieht Regierungen und Netzwerkbetreiber in enger Zusammenarbeit. Für den universellen Internetzugang bedarf es einer strategischen Planung und einer Investition und Reinvestition von Gewinnen in den Ausbau von Glasfasernetzen. Die Förderung des Breitbandausbaus habe auch einen besonders positiven Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt.

