Versteigerung der neuen Mobilfunk-Frequenzen
04.03.2010
Die Versteigerung der neuen Frequenzen aus der Digitalen Dividende beginnt am 12. April diesen Jahres. Bei der Bundesnetzagentur haben sich bis zur Deadline am letzten Donnerstag sechs Unternehmen für die Teilnahme an der Auktion beworben. Die Erlöse werden Schätzungen zufolge aber deutlich geringer sein als die im Jahr 2000 bei der Versteigerung der UMTS-Frequenzen erzielten 50 Milliarden EUR.
Versteigert werden Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Breitband-Internet und Telefonie. Das Mindestgebot pro einzelnen Frequenzbereich liegt bei 112 Mio. EUR. Der Ausbau der neuen Breitband-Technologie soll aber zuerst in ländlichen Regionen und unterversorgten Gebieten erfolgen. Dies ist in den Vergabebedingungen für den Bereich von 800 MHz als Versorgungsauflage festgehalten. Dieser Bereich weist besonders gute Sende-Eigenschaften auf. Erst nach der Erfüllung dieser Versorgungsauflage soll der Käufer den Ausbau der Infrastruktur in Ballungsräumen beginnen.
Probleme gibt es jedoch bereits im Vorfeld der Versteigerung: Sieben Netz-Betreiber und drei Rundfunkanstalten haben gegen die Auktion Klagen eingereicht. Die mögliche Bevorzugung der größeren und damit finanzstärkeren Wettbewerber ist dabei einer der Kritikpunkte. Das Verwaltungsgericht Köln wird am 17. März dazu entscheiden.

